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Kinder schon in Erweiterungsbau der Hochheimer Kita Rappelkiste umgezogen
Die Wände sind zwar noch sehr kahl, aber die Kinder bringen schon ordentlich Leben in die neuen Räume der AWO-Kita Rappelkiste

Kinder schon in Erweiterungsbau der Hochheimer Kita Rappelkiste umgezogen

Von Angelika Heyer HOCHHEIM/MAIN 

Manchmal, erzählt Jennifer Tillinger, da hätten sich die Kinder ihre Stühle vor den Fenstern aufgereiht und zugeguckt, wie draußen die Bagger und Baumaschinen in Aktion waren. Das war ganz am Anfang der Bauarbeiten für die Erweiterung der Kindertagesstätte Rappelkiste am Breslauer Ring. Mittlerweile steht der Anbau, und die bestehenden Gruppen sind in die frischen neuen Räume umgezogen. Jetzt wird, weniger spektakulär, der alte Bereich renoviert. Die Kinder jedenfalls störten sich an den Arbeiten am wenigsten, sagt Tillinger, die zurzeit die Kita leitet. Sie finden das spannend.

Normaler Betrieb parallel zur Sanierung

Für die Erzieher jedenfalls galt und gilt es, permanent - mit Ausnahme von nur drei Wochen jetzt in den Sommerferien - den normalen Betrieb parallel zu der Erweiterung und Sanierung aufrecht zu erhalten. Doch auch sie zeigen sich recht entspannt. Tillinger lobt besonders die abgehängten Decken in den neuen Räumen. Dadurch seien sie gemütlicher und vor allem leiser.

In dem Anbau, der in Holzständerbauweise errichtet wurde, gibt es zwei große Gruppenräume mit jeweils 51 beziehungsweise 52 Quadratmetern, zwei Gemeinschaftsräume - in einem haben derzeit vor allem die Erzieherinnen ihr Domizil aufgeschlagen -, eine Küche (hier werden aber nur Frühstück und Snacks zubereitet, das Mittagessen wird von einem Caterer geliefert) und zwei Schlafräume. Momentan liegt in einem Matratze neben Matratze auf dem Boden - bestellt sind aber Doppelstockbetten, damit später alle, die schlafen wollen, genügend Platz haben.

Auch im verbliebenen Altbau wird sich einiges ändern, bis hier wieder Kitagruppen einziehen. Unter anderem wird eine Wand herausgerissen, sodass aus zwei kleineren ein großer Gruppenraum von etwa 60 Quadratmetern wird. Der andere von 55 Quadratmetern Größe wird lediglich renoviert.

In der Kita, die von der AWO betrieben wird, gibt es bislang zwei Gruppen für Zwei- bis Sechsjährige und eine U 3-Gruppe für Ein- bis Dreijährige. Durch die Erweiterung kann zusätzlich eine altersgemischte und eine Krippengruppe aufgebaut werden. "Das ist eine Einrichtung, die ohnehin schon das altersübergreifende Konzept hat", sagt Uta Mondorf, die bei der Stadt Hochheim für die Kindertagesstätten zuständig ist, über die AWO-Kita. Im Dezember soll die Renovierung des Altbaus fertig sein, dann können die neuen Kinder kommen. Vorgesehen ist, dass künftig die Krippengruppen im Neubauteil untergebracht werden.

Für den erweiterten Betrieb werden auch mehr Erzieher benötigt - die AWO ist bereits bei der Personalsuche. Drei Vollzeitstellen werden neu geschaffen, erfahrungsgemäß werden sie mit einer größeren Anzahl an Beschäftigten besetzt. Denn viele wollen nur Teilzeit arbeiten, weiß Uta Mondorf. Die Kindergartenbetreiber beschäftigen gerne Vollzeitkräfte, weil sie Kontinuität für die Kinder bringen. Aber Vollzeitkräfte zu finden, sei verdammt schwierig, weiß Mondorf.

NEUE KITA-PLÄTZE - In der Kita Rappelkiste gibt es bislang zwei altersgemischte Gruppen (zwei bis sechs Jahre) mit jeweils 20 Plätzen und eine Krippengruppe (ein bis drei Jahre) mit zwölf Plätzen. Ab Dezember kommen eine altersgemischte und eine Krippengruppe hinzu. In der Kita Schänzchen III entstehen neu zwei Krippengruppen mit maximal 24 Plätzen und drei Kitagruppen mit 75 Plätzen.Für unter Dreijährige entstehen außerdem zwölf zusätzliche Plätze Am Apfelbaum, 36 in der Melibokusstraße und 20 im Rheingaubogen. (ah)

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/hochheim/kinder-schon-in-erweiterungsbau-der-hochheimer-kita-rappelkiste-umgezogen_18930121.htm#