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AWO Flörsheim-Hochheim informiert: Solidaritätspakt zur Krisenbewältigung
AWO Flörsheim-Hochheim fordert arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist  auch das bestimmende Thema im Vorstand des  AWO-Ortsverbands Flörsheim-Hochheim.

Die Corona-Krise, heißt es in einer Mitteilung an die Presse, habe viele bisherige Gewissheiten grundsätzlich in Frage gestellt.

 „Unsere Solidarität gilt den Menschen, die unendliches Leid erfahren;  unsere Solidarität gilt auch den Menschen, die mit ihrer Arbeit das gesellschaftliche Leben aufrechterhalten und gesundheitliche Risiken auf sich nehmen“, erklärt der Vorsitzende Klaus Störch. Die globale Corona-Krise verlange ein Innehalten; niemals sei eine  „soziale, ökologische und ökonomische Wende“  (Green New Deal) so notwendig gewesen wie heute. Dazu bedürfe es eines gestaltenden Staats, der Pandemien sowie die  Umwelt- und Klimakrisen bekämpft, meint Störch weiter. Gleichzeitig müsse verhindert werden,  dass die  Rückbesinnung auf den Staat einem autoritären, nationalistischen Populismus einen Resonanzboden bietet.

Die AWO Flörsheim-Hochheim fordert arbeitsmarktpolitische Sofortmaßnahmen, um die negativen Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern. Dabei teilt der AWO-Vorstand ausdrücklich die Auffassung des Hochheimer KAB-Vorsitzenden Thomas Diekmann, dass der Mindestlohn zu erhöhen sei. Der Mindestlohn müsse ein monatliches Vollzeit-Einkommen in Höhe von 2.016 Euro garantieren. Damit könne man vielen Erwerbstätigen im Einzelhandel, Gastronomie und Kultur helfen.

Darüber hinaus macht sich der AWO-Ortsverein für die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent des Nettoeinkommens durch gesetzliche Änderung stark, dies nicht nur in Corona-Krisenzeiten, sondern als  Dauerlösung. Auch die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze wird als dringliche Maßnahme empfohlen, ebenfalls  die Beendigung der Diskriminierung erwerbstätiger Studierender. Besserer Absicherung bedürften auch die Soloselbständigen, Freiberuflerinnen und Freiberufler.

„Wir brauchen die Rückkehr des Primats der Politik zur Lösung unserer ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Probleme“, ist Störch fest überzeugt.

Flörsheim/Hochheim, im Mai 2020                                                                k.s.

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 13.05.2020